Sultanat Oman – kein Märchen aus 1001 Nacht.

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Reisen bildet – sagt man. In diesem Falle stimmt es sogar. Während unseres Kurz-Aufenthaltes öffnete sich uns nicht nur eine unbekannte Welt, wir erlebten auch einen sehr toleranten Islam, gastfreundliche Menschen und einen eindrücklichen Wandel. Manch Einer müsste hier seine Vorurteile revidieren.

 

Trotz ein paar Anfangsschwierigkeiten sind wir von diesem Land auf der arabischen Halbinsel, von den Menschen die hier leben, von der Entwicklung beeindruckt.

 

21.30 Uhr landen wir in MUSCAT.

Das Immigrations-Prozedere ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

In der speziellen „Fast Line“ warteten wir mit gültigem Visum auf die Abfertigung.

Aber lokale Zuträger, scheinbar Flughafen-Angestellte, schieben dem Beamten laufend Pässe zu, die vor unserer Nase flüchtig kontrolliert und gestempelt werden –die Passinhaber sind aber nirgends zu sehen.

Wir warten!

Unsere Visen werden minuziös kontrolliert, die Pässe beiseitegelegt, dann wieder kontrolliert, man fragt uns wie lange wir bleiben, wo wir wohnen, warum wir einreisen wollen.

Als das endlich hinter uns war, holten wir unser Gepäck. Nicht etwa auf dem Gepäckband – nein irgendwo neben dem Band stand unser „Priority-Baggage“.

Ja – andere Länder andere Sitten.

So perfekt wie der Service der OMAN AIR ist (übrigens schon auf dem Flug nach Thailand), so viel lässt bei der Ankunft die Passagier-Behandlung am Boden zu wünschen übrig.

(Beim Abflug war dann wieder alles Spitze. Eine Abfertigung, die keine Wünsche offen liess)

 

Der vorbestellte Abhol-Service klappte dann reibungslos.

In einer neuen BMW-Limousine chauffierte uns ein freundlicher Fahrer direkt zum etwas 30 Min. entfernten Hotel „Crowne Plaza“. Ein Komplex direkt am Meer.

Mit Pool und eigener Badebucht. 5 verschiedenen Restaurants und sonst noch diversen Annehmlichkeiten.

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Die Sicht vom Balkon ist sowohl tagsüber, wie auch zu den Sonnenuntergängen und nachts sehr schön. Wir geniessen es, nach dem Nachtessen noch etwas Zeit auf dem Balkon zu verbringen.

 

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Im Wandel der Zeit

Im Sultanat OMAN zeigt sich wie uralte Stammestradition und Neuzeit zusammen harmonieren.

Sultan Qaboos bin Said, eine durchaus absolut herrschende islamische Majestät –mitbestimmendes Parlament oder Parteien gibt es nicht – führt das Land seit 1970 mit Weitsicht und Toleranz aus der „Steinzeit“ in die Moderne.

 

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In den vergangenen 42 Jahren wandelte sich Oman von einem unzugänglichen, sektirisch religiösen Staat zu einem offenen fortschrittlichen Land.

 

Überall, auch in kleineren Orten, entstanden und entstehen neue kostenfreie Schulen.

In grösseren Städten staatliche und private Colleges und ebensolche Universitäten.

Bildung ist in Oman nicht nur Männersache, auch Frauen steht ein Studium offen.

 

Auch wenn die Tradition der Familienclans noch intensiv gepflegt wird – es gibt ein ausgebautes Rentensystem. Armut ist Vergangenheit.

 

Das Gesundheitswesen ist auf hohem Niveau. Viele grössere Orte verfügen jetzt über eigene moderne Spitäler. Sie sind für alle Omanis kostenfrei.

 

Auch Steuern werden nicht erhoben.

 

Zwar gab es auch in Oman im Zuge des „arabischen Frühlings“ (Februar 2011) ein paar Proteste. Geschickt kam der Sultan einigen Forderungen der Protestbewegung entgegen. Mit dem auswechseln von Ministern und Beamten sowie dem Erlass mehrerer königlichen Dekrete.

 

Dank Oel und Erdgas verfügt Oman heute über eine hervorragende und sehr gepflegte Infrastruktur.

 

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Trotzdem behielt Oman bis heute – verglichen mit andern arabischen Staaten – das Meiste der altarabischen Atmosphäre. Keine gigantische Hochbauten, künstliche Inseln, Rennbahnen oder andere Superlativen.

Dafür noch ein Hauch wie aus 1001 Nacht.

 

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Oman erstreckt sich auf 309‘500 qkm. Das meiste davon unwirtliche Wüste und bizarre, felsige Berge.

Ca. 2‘800‘000 Einwohner, davon etwa 700‘000 Gastarbeiter leben hier. Damit ist Oman eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt.

 

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Etwa ¼ aller Einwohner leben in der Region von Muscat, der Hauptstadt Omans.

Nun ist aber Muscat nur ein kleiner Teil der gesamten Region. Bedingt durch felsige Bergzüge ergaben sich in Tälern und Buchten kleinere und grössere Stadtteile.

Man redet daher von der Capital Area.

 

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Hier ist der Lebensnerv Omans. Banken und Geschäfte, ausländische Botschaften, Verwaltung, Universität, Hotels, Touristen

Hier sind den auch die schönsten Bauten zu bestaunen.

 

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Die „Sultan Qaboos Grand Mosque“. Ein Sakralbau der besonderen Art.

Erst 2001 fertig erstellt, steht sie in einem 40‘000 qm grossen, wunderschön angelegtem Park.

Sie ist eine der Moscheen, im ganz arabischen Raum gibt es deren drei, die auch von Andersgläubigen besucht werden darf.

 

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Im Innern der Moschee dominiert eine grosse grünfarbene Kuppel in deren Mitte ein 18 m hoher und 8 t schwerer Leuchter aus Swarovski-Kristallglas hängt.

 

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Der marmorne Fussboden ist mit einem 4000qm grossen Teppich belegt.

1,7 Mil. Knoten knüpften 600 Iranerinnen in 4 Jahren für dieses Prachtwerk.

 

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Handgeschnitzte Portale, wunderschöne Mosaike und fantastische Glasmalereien dekorieren diesen grossen Gebetssaal.

 

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In der angegliederten Bibliothek sind über 20‘000 Bücher zum Thema Islam zu finden. Jeden zweiten Sonntag gibt es englischsprachige Vorträge zum besseren Verständnis zu dieser Religion.

 

 

Die Fahrt in den Stadtteil Mutrah führt bei mässigem Verkehr über eine neue Autobahn. Zwischen kargen Felsrücken windet sich die Strasse hinunter zum Hafen.

 

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Von Weitem sind die weissen Häuser in einer Bucht sichtbar, eingebettet zwischen zwei Bergrücken. Wir fahren Richtung Hafen Mina Qaboos.

 

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Mutrah ist die die Hafenstadt der Capital Area, der Hauptstadt-Region.

Trutzig „wacht“ die Festungsruine Fort Mutrah über den Hafen.

 

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Mit 150‘000 Einwohnern ist der Stadtteil heute noch ein Handelszentrum mit einem der grössten Häfen Omans. Kreuzfahrt-Schiffe legen hier an. Entsprechend viele Touristen bevölkern die Stadt, die Geschäfte, die Sehenswürdigkeiten.

Neben originalen Daus liegt hier auch die königliche Jacht vertäut. (die Jacht ist nur selten auf Fahrt)

 

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Die Uferstrasse – Corniche – umschliesst die ganze Bucht. Die breite Strasse ist die Hauptverkehrsader. Hier kann man den omanischen Alltag hautnah erleben.

 

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Der Souq ist einer der interessantesten in Oman. Hier ist immer noch eine Atmosphäre der einst mächtigen Seehandelsnation zu spüren. Händler bieten unaufdringlich ihre Waren an. Kaschmirtücher, Datteln, Öle, alltägliche Gebrauchsgegenstände. Ein Duft von Weihrauch, Gewürzen und Tabak liegt in der Luft.

 

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Über die alte Pass-Strasse ins historische Muscat ist es eine kurze aber eindrückliche Fahrt. Eine fantastische Sicht auf die Altstadt mit den zwei portugiesischen Festungen aus dem 16. Jh. – dem Fort Mirani zur Linken (z.Zt. wird es restauriert) und dem Fort Jalali zur Rechten.

 

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Im Gegensatz zu dem quirligen Mutrah empfindet man in der auf der östlichen Seite der Capital Arera liegenden Altstadt Muscat eine fast meditative Ruhe.

Leider wurde 1971 im Zuge der Modernisierung ein Grossteil der alten Sultan-Paläste und Kaufmannshäuser abgerissen – sie mussten dem neuen Qasr al Alam-Palast weichen.

 

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Nur der Aussenbereich des gewaltigen blau-gold schimmernden Palastes kann besichtigt werden. .Ausser ein paar wenigen Touristen gibt es fast keine Besucher. Die zu beiden Seiten stehenden Regierungsgebäude tragen auch nicht zu einem orientalisch pulsierenden Leben bei.

Dieser Bezirk wirkt irgendwie steril und leblos.

 

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Die Sidab Street ist eine der schönsten Küstenstrasse Omans. Die gut ausgebaute Strecke führt zu hinter felsigen Bergrücken versteckten kleinen Fischerdörfer und schönen Buchten. Der kleine Ort Sidab konnte sich trotz der neuen Durchgangsstrasse ein Hauch seiner Ursprünglichkeit bewahren.

 

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Einige Kilometer weiter – die Panoramastrasse zwängt sich durch die schroffen Felsen – erreichen wir die Marina Bandar al Rowdah. Es ist der älteste und vornehmste Jachtclub Omans. Den exklusiven Ort erkennt man schon an der gepflegten Einfahrt.

 

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In der nächsten Bucht – Bandar Al-Jissah – treffen wir auf die grösste Luxushotel-Anlage Shangri-La. Sie wurde 2006 eröffnet und ist Modell des Projektes für neue Anlagen, die den zukünftigen omanischen Tourismus bestimmen werden.

 

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Die nächste „Entdeckungsfahrt“ führt uns ca. 180 km in das Landesinnere nach Nizwa.

Noch vor wenigen Jahren war das eine beschwerliche Mehrtagesreise. Dank dem neuen Strassennetz schaffen wir die Strecke in etwa 2 Std.

Von Mutrah fahren wir erst auf der „Sultan Qaboos Road“ Richtung Seeb/Flughafen. Dort zweigt die National-Strasse Nr. 15 ab, durchquert riesige alte Sanddünen.

 

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Links und rechts flankiert von den schroffen Felsgebirgen Jebel Nakhal und Hajar As Sharki führt die neue Strasse in den Wadi Suma’il. Einzel verstreut stehen einige Häuser bis wir nach etwa 50 km die erste Oase Fanja.

 

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Hier liegt das Auskommen der Bewohner bei den Datteln. In grossen Plantagen werden diese Palmfrüchte geerntet. Ermöglicht wird diese Fruchtbarkeit durch das omanische uralte Bewässerungssystem Aflaj. In Kanälen fliesst das kostbare Wasser manchmal über Kilometer zu den Plantagen. Falaj (Einzahl vonAflaj) heisst wörtlich „gerecht verteilen“. Nach festen Regeln verteilt der Dorfälteste das dringend benötigte Nass.

 

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An weiteren grünen Oasen vorbei, verengt sich das breit Tal langsam zu einer Enge zwischen den zwei Bergzügen Hajar as Sharki und Jebel Nakhal.

 

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Hat man die Schlucht passiert öffnet sich das Tal wieder. Die Hauptstrasse umfährt „Izki“, einer der ältesten schon aus vorislamischer stammenden Zeit Oasensiedlung.

 

Nur noch ein paar Kilometer sind es bis Nizwa.

Diese Oasenstadt ist das Zentrum des omanischen Kernlandes Sie liegt am Südrand des Jebel Akhdar-Gebirges, dem höchsten Bergmassiv Omans. Dank dem Wasserreichtum war Nizwa seit altersher fruchtbar und immer ein wohlhabender, bedeutender Ort.

 

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Schon in „grauer Vorzeit“ gegründet, spielt sie in der Entstehungsgeschichte des Islams eine gewichtige Rolle. Noch zu Lebzeiten des Propheten Mohammeds – 630 n.Ch. – begann in Nizwa die Islamisierung. 751 n.Ch. wurde hier der erste Imam der Ibaditen – eine der ersten und tolerantesten islamischen Glaubensrichtung – gewählt. Bis ins 12. Jh. war Nizwa sowohl Regierungssitz als auch religiöses Zentrum.

Mitten in dieser von Palmenhainen umgeben Stadt steht ein imposantes Fort mit einem 30 m hohen Turm. Von hier oben geniessen wir einen eindrucksvollen Rundblick über die Stadt und auf die Sultan Qaboos-Moschee

 

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Die alte Festung wurde aufwendig renoviert. Durch ein massives Holztor, vor dem zwei alte Kanonengeschütze – einem schwedischen aus dem 18. Jh., das andere eine portugiesische Bronzekanone aus dem 16. Jh. – stehen, betreten wir den Innenhof.

 

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Hinter dem Fort ist noch ein Teil der alten Stadtmauer ersichtlich. Auch einige in traditioneller Lehmbauweise erstellte Häuser drängen sich in engen Gassen aneinander. Einige sind bewohnt, andere zerfallen.

 

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Der seit Jahrhunderten berühmte Souq wurde modernisiert. Die engen Souqgassen gibt es leider nicht mehr. Alles ist ein bisschen nüchterner.

 

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Dennoch hat es ein paar Ecken wo noch ein Hauch ursprünglicher orientalischer Lebensart zu spüren ist.

Zum Beispiel ein altes Eingangs-Tor an deren Türen handgeschnitzte Ornamente zu bewundern sind.

 

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Der Bazar ist bekannt für seine kunstvollen Handarbeiten, Silberwaren und Tongefässe. Aber auch Alltagsgegenstände, Gewürze und viele andere Gebrauchswaren sind hier zu finden.

 

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In einem originalen omanischen Haus sassen wir nach omanischer Sitte am Boden und probierten ein echt omanisches Mittagessen – natürlich „halal“ zubereitet. Es schmeckte ausgezeichnet.

 

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Über die Nationalstrasse 21 kommen wir nach Bahla. Es ist eine der ältesten Königsstädte Omans.

Während 500 Jahren, bis ins 17. Jh. war die Stadt Regierungssitz und Hauptstadt der Nabhani Dynastie.

Hier steht die grösste – aus ungebrannten, mit Stroh vermischten Lehmziegeln erbaute – Festung. 15 Tore und 132 Wehrtürme besitzt das gewaltige Bauwerk.

Der stark verwitterte Bau bedurfte nach einer Zeit der Verwahrlosung einer umfangreichen, dringend notwendigen Renovation. Diese begann 1988. Dabei wurde grösster Wert auf originalgetreue Bauweise gelegt. Während der jahrelangen Restauration war die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Festung Hisn Tamah für Besucher geschlossen, jetzt ist sie wieder zugänglich.

 

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Das alte Bahla gerade am Fusse der Festung ist geprägt von zerfallenden Lehmhütten. Neue gepflegte Häuser haben sich hinter der Burg ausgebreitet

 

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Nicht weit von Bahla entfernt liegt der Ort Jabrin. Hier steht ein weiteres wahres Meisterwerk omanischer Architektur – die Palastfestung Jabrin.

 

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Dieser Bau wurde 1670 von Bil’Arub bin Sultan, Sohn des Imam Sultan bin Saif errichtet. Als Bil’Arub selbst zum Imam gewählt wurde, verlegte er den Regierungssitz in diese schön gestaltete Sommer-Residenz. Infolge von Machtwirren mit dem Bruder Saif bin Sultan wurde die Residenz mit Mauern und Türmen erweitert, um den monatelangen Belagerungen zu trotzen.

 

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1980 begann ein Expertenteam den stark verfallenen Festungspalst zu restaurieren.

Die prachtvollen Decken, maurischen Bögen, kaligrafische Dekorationen wurden wieder fachgerecht hergerichtet. Mit Mobiliar und Gebrauchsgegenstände aus der damaligen Zeit sind die Räume ausgestattet.

Auch dieses Bauwerk gehört heute als eine der schönsten Schloss/Festungsanlagen zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

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Fazit aus 5 Tagen OMAN:

Nach nur 5 Tagen ein abschliessendes Urteil über ein Land abzugeben, wäre vermessen. Aber für einen ersten Eindruck reicht es.

Erstaunlich was der alleinregierende Herrscher Sultan Qaboos al Said mit Weitsicht an Positiven schon erreicht hat.

Mit Umsicht werden orientalische Stammestraditionen mit moderner Entwicklung verschmolzen.

Altes Kulturgut wird gepflegt, historische Bauten restauriert. Auch wenn aus unserer Sicht leider manchmal etwas der „Neuzeit“ geopfert wird.

 

Auch ohne obligatorische Schulpflicht besuchen über 90% der Kinder, Junge und Mädchen, eine Schule – und das kostenlos. Der Analphabetismus geht gegen 0.

Der Ausbau des Sozialwesens – noch vor wenigen Jahren praktisch inexistent – wird laufend erweitert. Es gibt Alters- und Invaliden-, Witwen- und Waisenrenten.

Die inzwischen dichte Gesundheits-Versorgung ist für Omanis gratis.

 

Ein hochmodernes Strassennetz verbindet auch kleinste Oasen untereinander. So blüht ein gegenseitiger Warenaustausch und die Beziehungen der Familien-Clans werden enger.

Neue Wirtschaftzentren entstehen. Handel wird wieder – wie schon vor hunderten von Jahren – weltweit betrieben.

 

Und trotz all dieser Neuerungen bleibt in OMAN noch eine orientalische Atmosphäre wie aus 1001 Nacht.

 

OMAN ist immer ein Besuch wert.